Neuweltkameliden haben nur im Unterkiefer vorne eine Zahnreihe zum Abfressen des Grases. Die Zähne stoßen am Oberkiefer als Gegenpart auf eine feste Kauleiste. Im hinteren Bereich des Schädels sind Backenzähne oben und unten vorhanden, die das Gras vermalmen.
Bei Hengsten, aber durchaus auch bei Stuten, können sogenannte Hengstzähne sich entwickeln. Dies sind spitze Zähne, die Hengste bei Kämpfen untereinander einsetzen. Diese Zähne können beim Rivalen große Verletzungen verursachen und werden daher oft gekürzt.
Die Schneidezähne von Neuweltkameliden wachsen ihr Leben lang und nutzen sich durch den Abrieb mit der Kauplatte ab. Bei Fehlstellungen des Kiefers kommt es zu einem Über- oder Unterbiss.
Wenn die Zähne vorne bei einem Überbiss überstehen, führt dies dazu, dass die Zähne gekürzt werden müssen, sobald das Tier Probleme beim Fressen bekommt. Hierfür ist eine Narkose und Fachwissen erforderlich.
Für Zuchtzwecke sollten allerdings nur Tiere mit korrekter Zahnstellung ihre Gene weiter geben. Schön zu sehen die obere Kauplatte und die untere Zahnreihe, die bündig mit der Kauplatte abschließen muss